EU-Energy Union als Schlüssel zur Versorgungssicherheit

Positionspapier des Bundesverbandes Erneuerbare Energie e.V. (BEE)

„Es ist gut, dass mit der Energy Union für Europa ein stabiler und verlässlicher Rahmen für krisenfeste Energieversorgungssicherheit geschaffen werden soll“, sagt BEE-Vorstandsmitglied und Sprecher der Arbeitsgruppe Europa, Rainer Hinrichs-Rahlwes, betont aber: „Dies kann nur dann gelingen, wenn die Nutzung heimischer Erneuerbarer Energien als Kern der Lösung verstanden wird“. Der BEE hat am 12.01.2015 ein Positionspapier an die EU-Kommission übersandt und auf aus seiner Sicht notwendige Prioritäten verwiesen. Das Strategiepapier der EU-Kommission zur Ausgestaltung der geplanten Energy Union wird in den nächsten Wochen erwartet.

Die Energy Union war von Donald Tusk, dem Präsidenten des Europäischen Rates, im Zusammenhang mit der Ukraine-Krise ins Gespräch gebracht worden. Nach Auffassung des BEE muss sie allerdings „deutlich mehr sein als die von Tusk angestrebte Einkaufsgemeinschaft der Europäer für fossile Rohstoffe“. Vielmehr gelte es, „die Wurzeln des Problems anzupacken, die Kostenrisiken und Lieferunterbrechungen, die sich aus der wachsenden Abhängigkeit der EU von fossilen Rohstoffimporten ergeben. Dies geht nur durch zügigen Umstieg auf Erneuerbare Energien und Energie-Effizienz“, sagt Hinrichs-Rahlwes, „andere Lösungen sind entweder noch nicht verfügbar, zu klimaschädlich, zu teuer, zu risikoreich oder alles zusammen“.

In dem Positionspapier nennt der BEE sechs Prioritäten, damit die „Energy Union“ ein Erfolg wird:

1. Erneuerbare Energien als Schlüssel für Versorgungssicherheit
2. Energy Union als verlässlicher Rahmen für die Europäische Energiewende
3. Zentrale und dezentrale Strukturen in zukunftsfähigen Energiemärkten intelligent vernetzen
4. Grenzüberschreitende Modellregionen schaffen für nachhaltige Energieversorgung
5. Arbeitsplätze und gesellschaftlicher Reichtum durch nachhaltige Energieversorgung
6. Klimaschutz ohne Um- und Abwege: Erneuerbare Energien und Energie-Effizienz

Der BEE betont die Notwendigkeit, bei der Ausgestaltung des künftigen Energiesystems „zentral und dezentral intelligent zu kombinieren mit flexibilitätsgetriebenen, zunehmend auch grenzüberschreitenden Märkten für immer mehr Erneuerbare und Effizienz“.

Der BEE schlägt vor, in grenzüberschreitenden Modellprojekten – z.B. mit unseren polnischen Nachbarn – regionale Kooperationen und regionale Vermarktung Erneuerbarer Energien zu testen. „Dabei kann in der Praxis erprobt werden, wie Rahmenbedingungen verändert oder angepasst werden müssen, um grenzübergreifend erfolgreich zu sein“, sagt BEE-Geschäftsführer Dr. Hermann Falk.

->Quellen: bee-ev.de

Positionspapier