Impulspapier: Wie gelingt die Dekarbonisierung der Fernwärme?

Klimafreundliche Fernwärme zentraler Baustein der Wärmewende – dena-Impulspapier zeigt, was zu tun ist

Am 12.06-2023 lädt das BMWK Expertinnen und Experten sowie Branchenvertreter zum Fernwärmegipfel ein, um Strategien für die Dekarbonisierung der Fernwärme zu diskutieren. Das am 08.06.2023 veröffentlichte Impulspapier der dena stellt vier zentrale Herausforderungen und Ansatzpunkte für einen schnellen Umbau der Fernwärmeversorgung bis 2045 dar. weiterlesen…

Energiewende: Vergleich Japan-Deutschland

Aktuelle Szenarioanalysen zu Defossilisierung

Der German-Japanese Energy Transition Council (GJETC) hat zwei vertiefende Studien und ein aktuelles Papier zu aktuellen Fragen der Energiewende in beiden Ländern erstellt. Die Studie „Roadmaps towards a climate neutral petrochemical production system“ (auf der GJETC-Website verfügbar) vergleicht Szenarioanalysen und Roadmaps in Deutschland und Japan, wobei die Notwendigkeit der Defossilisierung, der erneuerbaren Elektrizität und der Wasserstoffproduktion im petrochemischen Sektor hervorgehoben wird. weiterlesen…

Modellierungsergebnisse optimaler Biomassenutzung

Leipziger ForscherInnen betrachten Bioenergieoptionen zur Deckung von Residuallast und zum Ausgleich fluktuierender Erneuerbaren Energien

Was ist die optimale Rolle der begrenzt verfügbaren Biomasse in der nationalen Energiewende, und was sind die vorrangigen Zielmärkte für Bioenergieträger? Diesen Fragen ging ein Forscherteam des Deutschen Biomasseforschungszentrums (DBFZ) sowie des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung (UFZ) im erfolgreich abgeschlossenen Forschungsvorhaben „SoBio – Szenarien einer optimalen energetischen Biomassenutzung bis 2030 und bis 2050“ nach.
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Großes Potenzial

Mit Großwärmepumpen grüne Wärmequellen für Gebäude und Industrie nutzbar machen

Das verfügbare Angebot von Umwelt- und Abwärme in Deutschland, das über Wärmepumpen bereitgestellt werden kann, übersteigt bei weitem den Wärmebedarf für Gebäude und industrielle Prozesswärme bis 200 °C. Zusammen beläuft sich die potenzielle Wärmeleistung, die Wärmepumpen aus CO2-freien Quellen auch ohne Nutzung von Umgebungsluft zur Verfügung stellen können, auf rund 1.500 Terawattstunden. Das zeigt eine  Studie von Agora Energiewende. (Titel: Studie: Strategien für den Markthochlauf in Wärmenetzen und Industrie – © Agora Energiewende; Fraunhofer IEG) weiterlesen…

Grüner Wasserstoff: Bis 2030 entsteht Milliardenmarkt

Europa kann führende Rolle einnehmen

Grüner Wasserstoff gilt für viele Unternehmen als Schlüsselelement, um klimaneutral zu wirtschaften. Der mit erneuerbaren Energiequellen hergestellte Rohstoff kann in allen Sektoren mit hohem CO2-Ausstoß verwendet werden, wie Chemie, Stahl oder zur Produktion synthetischer Kraftstoffe für Luft- oder Schifffahrt. Nach Einschätzung der Unternehmensbaratung Roland Berger steigt die Produktion von grünem Wasserstoff in den nächsten Jahren stark an. In dieser Hochlaufphase des Marktes entsteht bis 2030 eine Wertschöpfung von rund 500 Milliarden Euro auf globaler Ebene. Dies sind Erkenntnisse aus der Untersuchung „How to capture value in the emerging hydrogen market“. weiterlesen…

Fossile sollen für Schäden aufkommen

„Time to pay the piper“

Umweltverschmutzer sollen sich nicht länger vor den von ihnen verursachten Umweltschäden drücken können. Fossile Brennstoff-Konzerne schulden der Weltgemeinschaft laut einer neuen Untersuchung 5,4 Billionen Dollar an Reparationen. Derzufolge schulden die weltweit größten Unternehmen für fossile Brennstoffe den Gemeinden, die am meisten unter den Folgen der Klimakrise leiden, mindestens 209 Milliarden Dollar an jährlichen Entschädigungen. Demnach haben die 21 größten Ölkonzerne – unter ihnen  ExxonMobil, Chevron, Shell, BP, TotalEnergies und Saudi Aramco – zusammen 5,4 Billionen Dollar für den Anstieg des Meeresspiegels, Dürreperioden, Waldbrände, Gletscherschmelze und andere klimabedingte Katastrophen verursacht. weiterlesen…

„Europa zu 40 % führend“: Studie zur automobilen Kreislaufwirtschaft

Nachhaltiger Materialeinsatz ermöglicht 60 Prozent geringere CO2-Emissionen

Mobilität ist derzeit die Ursache für rund 30 Prozent der weltweiten CO2-Emissionen. Davon entfällt ein beträchtlicher Teil auf den Straßenverkehr. Soll die Umweltbelastung über den Lebenszyklus eines Pkw hinweg minimiert werden, bedarf es nicht nur emissionsneutraler Antriebe, sondern auch innovativer Ansätze entlang der gesamten Wertschöpfungskette. In ihrer Studie „Reuse, Remanufacturing, Recycling, and Robocabs: Circularity in the Automotive Industry“ analysiert die internationale Unternehmensberatung Bain & Company die zentralen Stellhebel, mit deren Hilfe die automobile Kreislaufwirtschaft weltweit vorangetrieben werden kann. Aufgezeigt wird zudem, wie sich Autobauer und Zulieferer auf die neue Ära vorbereiten können. weiterlesen…

TU Freiberg: Großversuchsanlage liefert 15.000 Liter E-Fuel

Förderprojekt DeCarTrans entwickelt Verfahren zur Herstellung synthetischer Ottokraftstoffe aus Methanol weiter

Insgesamt 380.000 Liter grünes Benzin (E-Fuel) plant das Konsortium aus Forschung und Industrie in den kommenden vier Jahren herzustellen. Der synthetische Kraftstoff wird in einer Demonstrationsanlage im sächsischen Freiberg mit biogenem oder regenerativ gewonnenem Methanol erzeugt. Am 25.05.2023 wurden die ersten 15.000 Liter des E-Fuels an der Pilotanlage abgeholt. DeCarTrans steht laut einer Medienmitteilung der Nationalen Organisation Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologiefür „Demonstrating a Circular Carbon Economy in Transport along the Value Chain“. (Foto: Pilotanlage zum Dauertest für die Produktion von synthetischem Kraftstoff – © TU Bergakademie Freiberg – Detlev Müller) weiterlesen…

Kein echter Rückgang

Prüfbericht über die deutschen Treibhausgasemissionen 2022

Die Emissionen waren 2022 stark von der Energiepreiskrise geprägt. Nach einer Überschlagsrechnung hätten sie um rund neun Megatonnen CO2-Äquivalente höher gelegen, wenn die Wirtschaftsleistung nicht in Folge des Krieges in der Ukraine geringer als erwartet gewachsen wäre. Das geht aus der Unterrichtung (20/6900) durch den Expertenrat für Klimafragen über den „Prüfbericht zur Berechnung der deutschen Treibhausgasemissionen für das Jahr 2022 – Prüfung und Bewertung der Emissionsdaten Bundesregierung“ hervor. weiterlesen…

Baustart von Deutschlands größter schwimmender Solaranlage auf Bergbaufolgesee im Lausitzer Revier

29 MW, Jahresstromerzeugung 29.000 MWh, Jahresverbrauch von rund 8.250 Haushalten 

Dem Ziel ein klimaneutrales Hafenquartier am künftigen Cottbuser Ostsee zu errichten, sind das Energieunternehmen LEAG, der Projektentwickler EP New Energies EPNE (eine LEAG-Tochtergesellschaft) und die Stadt Cottbus mit einer weiteren Bauetappe für Deutschlands größte schwimmende Solaranlage auf einem Bergbaufolgesee laut einer Medienmitteilung vom 16.05.2023 wieder einen Schritt näher gekommen. Zur sicheren Verankerung der schwimmenden Solar-Module wurden am 16.05.2023 die letzten von insgesamt 34 sogenannten Dalben (Befestigungsrohren) in den im Winter 2021/2022 verdichteten Tagebauboden eingerammt. (Foto: Cottbuser Ostsee – © Ralf Roletschek,  – Eig. Werk, CC BY-SA 3.0 DE) weiterlesen…