Urananreicherung für belgische AKW teils in Deutschland

Anti-Atom-Initiativen fordern: „Exporte von Uran aus Gronau und Brennelementen aus Lingen stoppen

Der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) sowie die Anti-Atomkraft-Initiativen zeigen sich empört darüber, dass das in Gronau angereicherte Uran zunächst in Lingen, in den USA, Großbritannien und Spanien für den Einsatz in Belgien weiterverarbeitet wird, und dass die heftig umstrittenen maroden belgischen AKW auch aus Deutschland mit Uranbrennstoff beliefert werden. Sie fordern von Bundesumweltministerin Hendricks ein umgehendes Exportverbot für angereichertes Uran aus Gronau und für Brennelemente aus Lingen sowie die sofortige Stilllegung dieser Atomanlagen durch die zuständigen Landesregierungen in Düsseldorf und Hannover. Auch die belgischen Pannenreaktoren müssen sofort stillgelegt werden. weiterlesen…

EDF-Skandalchronik von Greenpeace-Energy

Vor Investitionsentscheidung über Hinkley Point C

AKW Cruas mit spielendem Kind auf dem Kühlturm, Rhone - Foto © Gerhard Hofmann, Agentur ZukunftKurz vor der Entscheidung des französischen Energiekonzerns Electricité de France (EDF) über milliardenschwere Investitionen in das geplante britiische Atomkraftwerk Hinkley Point C hat der deutsche Ökstromanbieter Greenpeace Energy ein Dossier zu bisherigen Fehlleistungen des Konzerns veröffentlicht. Das Papier dokumentiert zahlreiche öffentlich gewordene AKW-Unfälle, Unregelmäßigkeiten und Skandale bei der EDF und seiner britischen Tochter EDF Energy und wirft ein Licht auf die zu erwartende Zuverlässigkeit in Bezug auf das britische AKW. Gleichzeitig meldet die EDF einen gewaltigen Gewinneinbruch. weiterlesen…

Atomausstieg: Union riskiert Milliarden Steuergelder

Kotting-Uhl: „Komplizenschaft mit AKW-Betreibern“

Stefan Schultz schrieb am 16.12.2016 auf Spiegel Online, die Bundesregierung gerate mit ihrem „Gesetz zur Finanzierung des Atomausstiegs in bedenklichen Zeitverzug“, denn das zentrale Gesetz für den Atomausstieg sei auf 2016 vertagt worden (s. bundestag.de) – die Union habe blockiert. Es sei im Bundestags-Wirtschaftsausschuss kurzfristig von der Tagesordnung genommen und auf unbestimmte Zeit vertagt worden. Das Wirtschaftsministerium habe schon „vor einem finanziellen Desaster“ gewarnt. (Siehe auch: solarify.eu/atomhaftung). weiterlesen…

Belgische AKW Anlass zur Sorge – Aachen klagt

Avaaz schlägt Alarm – BMUB unterrichtet Bundestags-Umweltausschuss

„Atomexperten sind besorgt“, alarmierte das Kampagnennetzwerk Avaaz am 28.01.2016 Anhänger und Unterstützer. Belgien habe „zwei uralte, brüchige Atomkraftwerke reaktiviert, die im Herzen Europas ein weiteres Tschernobyl-Desaster auslösen könnten“. Es sei von verdächtigem weißen Gas, einem Brand, einer Explosion und 16.000 Rissen die Rede gewesen. (Solarify berichtete). Zwei Tage zuvor hatte das BMUB den Bundestags-Umweltausschuss unterrichtet. Derweil kündigte die Region Aachen eine Klage an, mit niederländischer Hilfe. weiterlesen…

Windstrom billiger als Atom

Greenpeace Energy-Studie mit Alternative zu Hinkley Point C

Der britische Strombedarf lässt sich erheblich kostengünstiger durch Windenergie in Kombination mit der ökologischen Speichertechnik Windgas decken, als dies mit dem geplanten Atomkraftwerk Hinkley Point C der Fall wäre. Das zeigt eine vom deutschen Ökoenergieanbieter Greenpeace Energy in Auftrag gegebene Kurzstudie des Analyseinstituts Energy Brainpool. Die Berliner Forscher haben dafür eine Stromversorgung aus neuen Windenergieanlagen, Gaskraftwerken und so genannten Windgasanlagen berechnet, die überschüssigen Windstrom in Wasserstoff umwandeln und somit speicherbar machen. weiterlesen…

EnBW-Eigner trennen sich – taktisch

Wegen drohender Milliardenrisiken aus Nachhaftungsgesetz canceln Land und OEW-Landkreise Zusammenarbeit

„Scheidung aus Angst vor dem Erbe“, nannte es die Schwäbische Zeitung am 23.12.2015: Das Land Baden-Württemberg in Form seiner Beteiligungsgesellschaft NECKARPRI und die Oberschwäbischen Elektrizitätswerke (OEW) „haben ihre Aktionärsvereinbarung, mit der sie bisher ihre Zusammenarbeit als gemeinsame Eigentümer der EnBW Energie Baden-Württemberg AG geregelt haben, in gegenseitigem Einvernehmen aufgelöst.“ Als Grund nennt die Pressemitteilung auf baden-wuerttemberg.de vom 23.12.2015 das Atom-Nachhaftungsgesetz (siehe: solarify.eu/evu-sollen-sicher-fuer-akw-haften), mit dem der Bund die Haftung der Energieversorger für die Kosten des Ausstiegs aus der Kernenergie regelt, vor allem für den Abriss der AKW und die Lagerung des strahlenden Mülls. weiterlesen…

AKW-Lingen: Abbau genehmigt

RWE erhält ersten Genehmigungsbescheid – Abbau in drei Teilprojekten

RWE Power hat vom niedersächsischen Ministerium für Umwelt, Energie und Klimaschutz die erste Teilgenehmigung für den Abbau des Kernkraftwerks Lingen erhalten. Der Siedewasserreaktor wurde 1968 nach vier Jahren Bauzeit vom damaligen Betreiber VEW in Betrieb genommen und bis 1977 betrieben. Ein ursprünglich geplanter Austausch der Dampfumformer erwies sich als nicht wirtschaftlich, woraufhin die Anlage im August 1981 endgültig stillgelegt wurde. Der Betreiber entschied sich, zunächst die konventionellen Anlagenteile abzureißen, Reaktorgebäude und Hilfsanlagengebäude in den sogenannten sicheren Einschluss zu überführen. Im Dezember 2008 hat RWE den Antrag auf Aufhebung des sicheren Einschlusses und Genehmigung zum Abbau der Anlage gestellt, der jetzt genehmigt wurde. weiterlesen…

Brand in AKW Tihange

Belgisches Schrott-Atomkraftwerk liegt nahe an deutscher Grenze

Der Reaktorblock 1 des Kernkraftwerks Tihange bei Huy in der belgischen Provinz Lüttich hat sich am 18.12.2015 nach einem Brand im nichtnuklearen Bereich automatisch abgeschaltet. Der marode Atommeiler, an dem bereits Tausende von Rissen festgestellt wurden (zusammen mit dem AKW Doel 3 – siehe: Solarify.eu/pannenreaktor-tihange), sorgt seit Jahren in Deutschland für Ärger. weiterlesen…

Klageverfahren um Hinkley Point C

Ungarn und die Slowakei wollen vor Gericht für britische Atomsubventionen streiten

Der Ökostromanbieter Greenpeace Energy sieht sich darin bestätigt, dass auch andere EU-Staaten Atomsubventionen nach dem Vorbild des umstrittenen AKW-Projektes Hinkley Point C nutzen wollen. Dies lässt sich aus der neuen Nachricht schließen, dass neben Großbritannien auch die Slowakei und Ungarn die EU-Kommission im Klageverfahren um milliardenschwere britische Atombeihilfen unterstützen wollen. Alle drei Staaten haben in den vergangenen Tagen Anträge gestellt, als Streithelfer in das Verfahren aufgenommen zu werden, wie das zuständige Gericht der Europäischen Union mitteilte. Vor dem Gericht in Luxemburg klagt Greenpeace Energy zusammen mit 145 Unternehmen und Verbänden gegen die von der EU-Kommission genehmigten Subventionen für das geplante AKW in Südwestengland – Österreich und Luxemburg in einem gesonderten Verfahren. weiterlesen…

Subventionen für ungarisches AKW in der Kritik

Greenpeace Energy: Brüssel darf Atombeihilfen für Paks II nicht ungeprüft lassen

Die EU-Kommission hat am 18.11.2015 zwar entschieden, gegen Ungarn ein Verfahren wegen einer fehlenden Ausschreibung für das AKW-Projekt Paks II zu eröffnen; laut Medienberichten will Brüssel deshalb nun die ungarische Regierung auffordern, keine weiteren Verträge für das Atomprojekt abzuschließen. Nicht untersuchen will die Kommission aber, ob die geplanten Milliarden-Beihilfen für Paks II gegen EU-Wettbewerbsrecht verstoßen. Greenpeace Energy fordert die Kommission deshalb dringend auf, jetzt auch ein entsprechendes beihilferechtliches Prüfverfahren auf den Weg zu bringen. weiterlesen…