Grüner Wasserstoff aus Pflanzenresten

Fraunhofer treibt Energiewende voran

Bislang werden Grünabfälle und Klärschlamm meist kompostiert oder verbrannt. Sinnvoller wäre es, daraus den wertvollen Energieträger Wasserstoff zu gewinnen. Dieses Ziel verfolgt ein Forscherteam am Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA. Das bei der Gewinnung von Wasserstoff aus Abfällen entstehende CO2 wird dabei abgeschieden und beispielsweise in der chemischen Industrie als Rohstoff verwendet. Auf diese Weise stellen die Forschenden aus dem Bioabfall mit unterschiedlichen Verfahren Wasserstoff mit einem negativen CO2-Fußabdruck her. Es wird also der Atmosphäre CO2 entzogen. weiterlesen…

Wasserstoffgewinnung aus Gewerbeabfall hat Potenzial

Neue Kreislauf-Energiequelle?

Kann aus Gewerbeabfällen, soweit sie nicht einem Recycling zugeführt werden, Wasserstoff erzeugt werden? Das hierfür geeignete Verfahren ist ein „Vergasung“ genannter, thermochemischer Prozess, bei dem ein kohlenstoffhaltiger Einsatzstoff bei Temperaturen zwischen 500 °C und 1200 °C in ein Produktgas übergeführt wird. In einer aktuell abgeschlossenen bifa-Studie werden einer Medienmitteilung vom 21.06.2022 zufolge die Potenziale einer solchen Wasserstofferzeugung ausgelotet. Geeignete Abfallströme und -mengen in Bayern, Vergasungstechnologien, Entwicklungsstand, Treibhausgaswirkungen sowie Herausforderungen und Chancen einer Umsetzung wurden umfassend analysiert. (Titel: Potenziale einer Wasserstoffgewinnung durch Vergasung von Gewerbeabfall – © bifa.de) weiterlesen…

Aurora Energy Research: Billigste Grün-Wasserstoff-Produktion

Photovoltaik+Windkraft+Elektrolyseur

Eine Analyse von Aurora Energy Research zeigt, dass die Preise für grünen Wasserstoff bis 2025 auf rund 5 Euro pro Kilogramm sinken dürften. Die maximale Projektrentabilität wird demnach erreicht, wenn Photovoltaik- und Windkraftanlagen mit einem Elektrolyseur kombiniert werden, der eher klein dimensioniert ist, schreibt im Portal pv magazine. weiterlesen…

Der Irrglaube, Wasserstoff sei Erwärmungsrisiko

H2-Realitätscheck Nr. 1 des Rocky Mountain Institute

Thomas Koch Blank, Raghav Muralidharan, Kaitlyn Ramirez, Alexandra Wall und Tessa Weiss entzauberten am 09.05.2022 auf der Internetseite des Rocky Mountain Institute (RMI) den Irrglauben, Wasserstoff berge ein Klimarisiko.
Der Mythos: Jüngste Berichte legen nahe, dass die großtechnische Produktion von Wasserstoff den Bemühungen um eine Verringerung der globalen Erwärmung mehr schaden als nutzen könnte.
Die Realität: Der Nutzen für das Klima, der sich aus einer gut regulierten, sauberen Wasserstoffwirtschaft ergibt, überwiegt die Auswirkungen jeglicher Emissionen, vor allem, wenn wir mit erneuerbaren Energien produziertem Wasserstoff Vorrang einräumen. weiterlesen…

Australienbesuch in Sachen Wasserstoff

Politik-Wirtschaft-Wissenschaft eruieren Möglichkeiten

Bundesforschungsministerin Bettina Stark-Watzinger hat vom 23. bis 28.05.2022 mit einer Delegation aus Wissenschaft und Wirtschaft Australien bereist. Wissenschaftlicher Delegationsleiter: Prof. Robert Schlögl, Direktor des Fritz-Haber-Instituts der Max-Planck-Gesellschaft und Leiter des Wasserstoff-Projekts „HySupply“ von acatech. (Foto: Erneuerbare Energien in Australien: Albany Wind Farm, Western Australia – Foto © nachoman-au, eig. Werk, commons.wikimedia.org CC BY-SA 3.0) weiterlesen…

„Shipping the sunshine“

HySupply-Delegation in Australien

Mitglieder des Wasserstoff-Projekts „HySupply“ von acatech und BDI sind seit 25.05.2022 für eine Woche in Down Under unterwegs. Ihr Ziel: Neue Erkenntnisse dazu gewinnen, wie eine Wasserstoff-Lieferkette zwischen Deutschland und Australien aussehen kann. Auch Forschungsministerin Bettina Stark-Watzinger und andere hochrangige Persönlichkeiten aus Politik, Wissenschaft und Wirtschaft sind Mitglieder der Delegation. „Shipping the sunshine“ lautet das Motto der Australienreise. Die Idee: „Mit Wasserstoff die Energie der australischen Sonne in Tanker packen und nach Deutschland holen“, wie es Robert Schlögl, Direktor des Fritz-Haber-Instituts der Max-Planck-Gesellschaft und Leiter des acatech Projekts „HySupply“ ausdrückt. Neben ihm sind u.a. Teil der Delegation: Forschungsministerin Bettina Stark-Watzinger sowie Holger Lösch, stellvertretender BDI-Hauptgeschäftsführer. (Foto: Albany Wind Farm, Western Australia – © nachoman-au, eig. Werk, commons.wikimedia.org CC BY-SA 3.0) weiterlesen…

BDEW: „Mutiger Einstieg in Wasserstoffwirtschaft nötig

14 Vorschläge für beschleunigten H2-Hochlauf

Nicht nur für das Einhalten der Klimgrenze von 1,5° C, sondern auch, um unabhängig von russischen Gasimporten zu werden, ist ein schneller und erfolgreicher Hochlauf von Wasserstoff unverzichtbar. Mit Blick auf die Überarbeitung der Nationalen Wasserstoffstrategie, das angekündigte „Sommerpaket“ der Bundesregierung sowie die aktuellen europäischen Gesetzgebungsprozesse schlägt der BDEW daher 14 konkrete Maßnahmen vor, um denStart in eine Wasserstoffwirtschaft zu beschleunigen. Die Maßnahmen tragen aus Sicht des BDEW dazu bei, innerhalb der nächsten fünf Jahre tatsächlich Wasserstoff verfügbar machen zu können. weiterlesen…

Zukunftsenergie Grüner Wasserstoff

Bundesforschungsministerin will weltweites Wasserstoff-Netz knüpfen

Wie wichtig Grüner Wasserstoff für Deutschland ist, machte Bundesforschungsministerin Bettina Stark-Watzinger am 16.05.2022 im Rahmen einer Pressekonferenz in Berlin deutlich – in einer BMBF-Medienmitteilung hieß es dazu: „Ob in der Industrie, im Verkehr oder im Wärmesektor: Deutschland braucht grüne Energie in allen Lebensbereichen, um seine Klimaziele zu erreichen. weiterlesen…

Fraunhofer IPA: Grüner Wasserstoff macht Industriestandorte resilient

Baden-Württemberg als Beispiel

Grüner Wasserstoff, der dezentral mit Hilfe regenerativer Energiequellen erzeugt wird, hat das Potenzial, den Energiebedarf von Industrie und Schwerverkehr regional zu decken. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Fraunhofer IPA, die am 11.05.2022 veröffentlicht wurde. „Die Nutzung von Grünem Wasserstoff ist ökologisch und ökonomisch sinnvoll“, davon ist Dr. Jürgen Henke überzeugt: „Wasserstoff, der mit Hilfe regenerativer Energien gewonnen wird, lässt sich für verschiedene industrielle Prozesse nutzen, die Herstellung ist klimaneutral und verringert die Abhängigkeit von Gasimporten“. weiterlesen…

EU will grüne Wasserstoffproduktion bis 2025 verzehnfachen

Konzerne und Kommission mit Absichtserklärung zum Wasserstoff-Hochlauf

Wasserstoff-Tanklastzug - Foto © Gerhard Hofmann für SolarifyDie EU-Initiative „European Clean Hydrogen Alliance“ legt den Grundstein für einen beschleunigten Wasserstoffhochlauf in Europa. Am 05.05.2022 versammelten sich dem Handelsblatt zufolge dazu Konzernchefs und Vertreter der Wasserstoffindustrie mit hochrangigen EU-Vertretern, darunter Binnenmarktkommissar Thierry Breton, in Brüssel. Sie vereinbarten eine gemeinsamen Absichtserklärung definieren Wirtschaft und Politik, wie sie die Hürden beim Aufbau einer nennenswerten europäischen Wasserstoffproduktion überwinden wollen. Die Erklärung steht im Internet. Solarify dokumentiert Ausschnitte. weiterlesen…