Amazon-Boss spendet Milliarden für Klimawandel-Bekämpfung

Trotz $ 10 Mrd. umstritten

„Jeff Bezos will den Klimawandel in den Griff bekommen. Er kann mit Amazon anfangen“, titelte das US-Internet-Portal WIRED. Der Amazon-Boss will zehn Milliarden Dollar (€ 9,27 Mrd.) für den Kampf gegen den Klimawandel bereitstellen. Bei seinen Mitarbeitern kommt der Schritt aber nicht sonderlich gut an. Sie werfen (so n-tv und andere) dem Chef und Amazon erhebliche Mängel beim Thema Umwelt- und Klimaschutz vor. weiterlesen…

Mehr als 1.300mal Klimanotstand ausgerufen

1.354 Regierungen, Parlamente und Kommunalvertretungen repräsentieren 814 Millionen

Fridays-for-Future-Demonstration vor Reichstag - Foto © Gerhard Hofmann, Agentur Zukunft für Solarify1.354 Parlamente, Stadt- und Staatsregierungen von 25 Ländern haben bis zum 11.02.2020 den Klimanotstand ausgerufen. Die davon repräsentierte Bevölkerung beläuft sich auf 454 Millionen, von denen 53 Millionen (80 Prozent der Bevölkerung) im Vereinigten Königreich leben. In Neuseeland ist der Anteil mit 74 Prozent nahezu ebenso hoch. In Ländern wie der Schweiz und Italien sind es dagegen nur rund 25 Prozent. Das erklärt climateemergencydeclaration.org. weiterlesen…

Schon 1974: Sorge um CO2-Konzentration

Schon vor 46 Jahren erkannte William D. Nordhaus: „Menschengemachte Emissionen beeinflussen Klima“

Es ist alles schon lange bekannt: Schon 1974 entwarf der spätere (2018) Nobelpreisträger William D. Nordhaus, ein makroökonomisches Modell des langfristigen Wachstums. Seine bahnbrechende Arbeit „Resources as a Constraint on Growth“, erschienen in der American Economic Review, enthielt als erste eine Darstellung der Kohlendioxidkonzentration und des Klimas in einem solchen makroökonomischen Rahmen und analysierte, wie der Klimawandel zu möglichst geringen Kosten eingedämmt werden konnte – weiterentwickelt 1975 unter dem Titel „Can we conrol carbon dioxide?“. 1977 definierte Nordhaus die sogenannte Zwei-Grad-Grenze (solarify.eu/zwei-grad-grenze – s.u.). weiterlesen…

Fell: Trotz Trumps starke Bewegungen pro Klimaschutz

„Green New Deal“ der USA

Die globale Erwärmung müsse umgehend und umfassend angegangen, vermindert und letztendlich gestoppt werden, dabei reiche das Ziel der Klimaneutralität in Industriestaaten bis 2050 bei Weitem nicht aus. Wir bräuchten ganzheitliche Politikkonzepte, welche die großen Emittenten dieser Erde möglichst bis 2030 defossilisieren könnten – schreibt der Energieexperte Hans-Josef Fell in seinem Blog am 24.01.2020. Seit 2018 laufen solche Entwürfe meist unter Etiketten wie „Green New Deal“ (GND). Dieser Begriff und erste Konzepte kämen ausgerechnet aus dem Land, dessen Präsident sich vehement gegen jedes klimapolitische Handeln sträube, den USA. weiterlesen…

„Ausfransende Grundlagen“: Global Risks Report 2020

Spätestens 2020 Klima-Notstand

CO2-Schleuder bis 2034: Uniper-Kohlekraftwerk Schkopau bei Leuna - Foto © Gerhard Hofmann, Agentur Zukunft für SolarifyDer vom Weltwirtschaftsforum mit Unterstützung der Zurich Insurance Group und des nach eigenen Aussagen weltweit führenden Industrieversicherungsmaklers und Risikoberaters Marsh & McLennan (bereits Mitte Januar) veröffentlichte diesjährige Global Risks Report bietet umfassende Einblicke in die wichtigsten Faktoren, die den weltweiten Wohlstand im kommenden Jahrzehnt bedrohen werden. Ausgangsbasis für die 15. Ausgabe des Berichts ist der Input von knapp 800 internationalen Experten und Entscheidungsträgern, die gebeten wurden, ihre größten Sorgen nach Eintrittswahrscheinlichkeit und Folgenschwere zu benennen. weiterlesen…

Australiens Meerestiere unsichtbare Opfer der Buschbrände

In Flüsse gespülte Asche und Schlick ersticken Unterwasser-Ökosysteme

Während die Buschbrände Australiens Land und Wälder verwüsten und bisher schätzungsweise eine Milliarde Landtiere getötet haben, befürchten Forscher, dass Meeres- und Süßwasserarten zu unsichtbaren Opfern werden könnten, schreibt Doug Johnson am 02.02.2020 im Hakai-Magazin. Mehr als 17,1 Millionen Hektar Land sind im ganzen Land verwüstet worden – die schlimmsten Brände wüten derzeit in New South Wales und Victoria, Staaten im Südosten des Landes, so das australische Umwelt- und Energieministerium (DEE). weiterlesen…

Wie stark trifft der Klimawandel unsere Städte?

Digitalisierung eröffnet neue Chancen für Nachhaltigkeit

Besser und nachhaltig leben, arbeiten und wirtschaften: Neue digitale Technologien sind ein wichtiger Schlüssel, um Innovationen für die Nachhaltigkeit, den Klimaschutz und die Klimaanpassung zu schaffen. Diese Innovationen werden auch von Städten dringend benötigt. Denn gerade die Stadtbevölkerung wird zunehmend durch Folgen des Klimawandels wie Hitze oder Stürme belastet. Klimaforschung und Digitalisierung können hier Abhilfe schaffen. Wie das geht, zeigen Forschende der Leibniz Universität Hannover. Sie haben kürzlich die ersten Erfolge des Projekts „Modellbasierte Stadtplanung und Anwendung im Klimawandel“ (MOSAIK-2) vorgestellt. Eine Pressemitteilung des Bundesministeriums gibt Aufschluss darüber. weiterlesen…

„Eine Frage des Überlebens für den ganzen Kontinent“

Rede von Bundeskanzlerin Angela Merkel beim Weltwirtschaftsforum in Davos

Am 23.01.2020 hielt Bundeskanzlerin Angela Merkel beim 50. Jahrestreffen des Weltwirtschaftsforums unter dem Titel „Stakeholders for a Cohesive and Sustainable World“ am 23.01.2020 in Davos eine Rede. Bei ihrem zwölften Auftritt im Schweizer Eintersportort setzte sie starke Akzente auf Klimakrise, Nachhaltigkeit und Artenvielfalt. Sie lobte den Plan der EU, bis 2050 klimaneutral zu werden – das könne „eine Frage des Überlebens für den ganzen Kontinent“ werden. Der Kampf gegen den Klimawandel erfordere Transformationen von gigantischem, historischem Ausmaß. Luisa Neubauer von Fridays for Future hatte zuvor auf Merkel als Gegenspielerin von US-Präsident Donald Trump gesetzt. Solarify dokumentiert die Rede (und fügt Zwischentitel ein), die von manchen Beobachtern als „Anti-Trump-Rede“ interpretiert wurde. weiterlesen…

Gesellschaftliche „Kippmechanismen“ können Klima stabilisieren

Durchbruch erscheint möglich

Um die Erwärmung der Erde auf deutlich unter 2° C zu begrenzen, müssen die Gesellschaften weltweit bis spätestens 2050 ihre Treibhausgasemissionen auf Null reduziert haben. Dazu ist eine tiefgreifende globale Transformation der heutigen Energie- und Landnutzungssysteme notwendig. Klimaneutralität bis Mitte des Jahrhunderts bedeutet, dass die Treibhausgasemissionen ab heute alle zehn Jahre halbiert werden müssen – so das PIK-Potsdam am 21.01.2020 in einer Medienmitteilung. weiterlesen…

Australiens Politik gefährdet eine Million Arbeitsplätze

Die Unzufriedenheit der australischen Wähler wächst

In Australien müssen fast eine Mio. Menschen in der Tourismusbranche um ihre Arbeitsplätze fürchten. Der Klimawandel gefährdet die Branche. Doch bislang machte Premierminister Morrison Politik für die wenigen Tausend Beschäftigten der Kohleindustrie. Manuel Först berichtete am 13.01.2020 in energiezukunft über die beeindruckende politische Uneinsichtigkeit in Down Under. weiterlesen…